Dienstag, 18. September 2007

Kulturbär

Schon wieder eine Woche inklusive Wochenende rum. Suomi 2 verlangt bisher doch noch nicht so viel Aufmerksamkeit, wie gedacht, und auch sonst bin ich derzeit außer mal zum Essen nur noch für eine Vorlesung an der Uni. In meiner "Freizeit" muss ich dann irgendwie die Self-Study-Kurse, das Reisen, das Internet, die Partys und die Arbeit für zu Hause unter einen Hut kriegen. Aber wird schon werden - alles nur eine Frage der Organisation... und der Motivation ;) Läuft, ma sagn.

Der Herbst hat hier inzwischen regelrecht Einzug gehalten und sich überall schon ziemlich breit gemacht. Das heißt viel Regen, aber es gibt auch schöne Tage mit Sonnenschein, an denen man die Herbstfarben und die frische kühle Luft genießen kann. Am Freitag habe ich mich mal in Jyväskylä auf den Weg gemacht und ein paar Fotos geschossen. Dabei bin ich am Aussichtsturm vorbeigekommen und auch glatt mal raufgeklettert (nagut, gefahren...). Außerdem habe ich bei der Gelegenheit noch einige Museen der Stadt abgeklappert (freitags ist immer der Eintritt frei), nur fürs Alvar Aalto-Museum war nicht mehr genug Zeit. Das wird ein andermal nachgeholt.

Samstag war ich schon wieder unterwegs, diesmal aber nur für einen Tag in Tampere, um zusammen mit Lena ein bisschen Bremen-Feeling aufkommen zu lassen und die Stadt anzugucken. Das Mumin-Museum war schon toll - allerdings war Fotografieren leider nicht erlaubt :( Damit hatten wir dann aber auch die wahrscheinlich größte Attraktion abgearbeitet und sind zwischen mehreren Kaffeepausen noch am Vergnügungspark und der Kunstgalerie angekommen (natürlich alles geschlossen! Hier ist ja schon Wintersaison...). Es blieb dann noch der Aussichtsturm, der uns wenigstens noch einen netten Überblick über Tampere und das Umland beschert hat. Ansonsten ist Tampere auch nur eine Stadt...

Abends war dann noch in Jyväskylä Happy-Hour-Tour und Jazzkonzert angesagt. Sonntag musste ich also erstmal laange ausschlafen und zum Abschluss gabs dann abends noch ein gemütliches "original" rumänisch-kanadisches Barbeque vor der Haustür. Am Feuer hält man die Herbstkälte sogar einigermaßen aus.

Und gestern abend habe ich zum ersten Mal einen Teil meiner finnischen Freundschafts-Gastfamilie getroffen. Ziemlich aufregend. Habe aber, denke ich, eine gute Familie erwischt, alle sind sehr lieb. Jukka, der Vater, war da, und zwei der fünf Kinder, Iiri (16) und Milka (14). Das Eis ist erstmal ein bisschen angebrochen. Fürs Wochenende bin ich eingeladen, da werde ich sehen, wie es mit den anderen Familienmitgliedern aussieht. Finnische Kultur hautnah und in Farbe.